17November
2014

Wenn Feiern zum Ausdauersport wird...

Da Tabea, bis dahin unser alleiniges Küken, am Donnerstag ohne viel Eigenleistung die 24er-Marke erreicht hatte, fand freitags in unserem temporären Eigenheim eine Party statt. Da Feiern zu dritt leider wenig Spaß macht, hatten wir dazu einfach unsere Studenten eingeladen. Leider ist der Elektrizitätsgott am einzigen von uns zum Feiern auserwählten Abend auf einer ganz anderen Seite. Zwischen 18:00 und 23:00 Uhr gibt es keinen Funken Strom, wir behelfen uns mit Kerzen und vor allem madagassischer Mentalität. Unsere 50!!! Studenten tanzen und singen mit faszinierender Begeisterung und Leidenschaft durch unser Wohnzimmer. Bei Kerzenlicht werden uns nacheinander aus verschiedenen Regionen Madagaskars traditionelle Lieder vorgeführt. Das rhythmisch erste Sahne abgestimmte Klatschen und Stampfen macht dabei jeder Dancehall- Baseline Konkurrenz. Nach Trinken und ausgiebigem Tanzen trollt sich der komplette Tross der geladenen Gäste ins 50m entfernte Tahiti, die einzige uns bekannte Disco von Antsirabe.

Dass in Madagaskar fast alles anders ist als bei uns, wissen wir mittlerweile, dass feiern und tanzen auch dazu gehört, wissen wir seit Freitag. Am ehesten kann man es wahrscheinlich mit einem Zumba-Intensivkurs im Fitnessstudio vergleichen. Anstatt wie bei uns lässig an der Bar lehnend zu ¾-Takten zu nicken, rocken sich die Madagassen zu im Zeitraffer laufender Musik ins Delirium. Am nächsten Morgen fühlen wir uns, als wären wir einen Marathon gelaufen, dennoch wird uns und auch unseren Studenten der Abend als äußerst gelungenes Event in Erinnerung bleiben.

 

Veluma und bis bald,

 

Anna, Tabea und Florian